Kassiber Ferdinand Hardekopf
Autoren Glossen Lyrik

Jenny Aloni Jenny Aloni, 7. Sep­tem­ber 1917 bis 30. Sep­tem­ber 1993.

Geboren in Pader­born brach Jen­ny Ro­sen­baum mit 17 die Schu­le ab, um sich in ei­nem La­ger der zio­nis­ti­schen Be­we­gung auf ein Le­ben in Pa­läs­ti­na vor­zu­be­rei­ten. Im No­vem­ber 1939 ver­ließ sie Deutsch­land und ent­kam so der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­fol­gung. Ihr Va­ter kam 1944 in The­re­sien­stadt um, Mut­ter und Schwes­ter wur­den in Au­schwitz er­mor­det.

Seit 1956 ver­öf­fent­lich­te sie Ge­dich­te, Ro­ma­ne und Er­zäh­lun­gen und gilt seit den sech­zi­ger Jah­ren als be­deu­tends­te deutsch­spra­chi­ge Schrift­stel­le­rin ih­rer Ge­ne­ra­tion in Is­ra­el. Ne­ben zahl­rei­chen Aus­zeich­nun­gen, die sie für ihr Werk er­hielt, er­schien in den 90er Jah­ren eine 10 bän­di­ge Werk­aus­ga­be. Das Jen­ny Alo­ni Ar­chiv in Pa­der­born ent­hält ih­ren ge­sam­ten Nach­lass, aus dem Ta­ge­bü­cher so­wie der um­fang­rei­che Brief­wech­sel mit Hein­rich Böll ver­öf­fent­licht wur­den.

Sie starb im Herbst 1993 in ih­rem is­ra­e­li­schen Wohn­ort Ga­nei Ye­hu­da.

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