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Demski zeichnet das Mosaik Venedigs durch die Augen seiner Besucher – ob prominent oder weniger bekannt – und ihre Spuren in der Lagunenstadt. Mit ihren Worten malt sie die Farben und benennt die Kontraste. Und tritt darüber in den Dialog mit ihren eigenen Wahrnehmungen und Reflexionen. Das Buch ist kein klassischer Reiseführer, es ist eine facettenreiche Annäherung an Venedig. Demski verwebt persönliche Erlebnisse, kunsthistorische Betrachtungen, literarische Bezüge und politische Reflexionen zu einem atmosphärischen Porträt der Stadt. Sie zeigt Venedig in seiner ganzen Ambivalenz: schön und morbide, erhaben und vergänglich. Ihre literarisch-kulturellen Abschweifungen – etwa zu Thomas Mann, Ezra Pound, der im 17. Jahrhundert wirkenden jüdischen Dichterin Sara Copia Sullam oder den Malern der Renaissance – ergeben ein stimmungsvolles Bild der Lagunenstadt über die Jahrhunderte hinweg. Harry’s Bar, jüdisches Ghetto, die Brücken und Plätze fügen sich zu einem wechselvollen Panorama einer Stadt der Träume, der Melancholie und der spektakulären Feste und Masken. “Sie (die Stadt, KM) verhüllte bald ihre Niederungen, bald die höchsten Türme mit dickem, silbernem Nebel, in den die rosa Laternen kleine Löcher stachen, Hochwasser leckte über die Steine des Markusplatzes, und eines Morgens war die ganze Stadt in dünnes Eis wie in Glas gehüllt.” S. 101 8. August 2025 → Predrag Matvejević: Das andere Venedig → Giuseppe Sinopoli: Parsifal in Venedig → Reisen |
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